Sonderausstellungen


1968. Ein Streifzug durch die Sammlung 

Mit der Foyerausstellung "1968" unternimmt das Stadtmuseum Nordhorn bis zum 16. Oktober einen Streifzug durch das Jahr 1968: Autogrammkarten von Diana Rigg, Schallplatten mit Schlagern, Daniel Hechter-Kollektionen, NINO-Werbung in der französischen Vogue, Fotografien von Helmut Newton, Stadtprospekte, und nicht zuletzt Bücher von und über die 68er.

Die gezeigten Sammlungsstücke des Museums werden ergänzt um private Objekter und um den 68er-Abschlussjahrgang des Gymnasiums Nordhorn.

Wie kaum ein anderes Jahr, jenseits von Kriegszeiten, hat sich 1968 in die Zeitgeschichte eingeschrieben. 1968 steht gleichermaßen für Politik und Gesellschaft, für Musik und Popkultur, für eine Generation und ein Lebensgefühlt. Die Objekte und Unterlagen aus der Kultur-, Mode- und Stadtgeschichte des Stadtmuseums Nordhorn zeigen eine ebenso lebhafte wie widersprüchliche Zeit.

Die Ausstellung ist im NINO-Hochbau bis zum 16. Oktober zu sehen.

 

 

 

Sonderausstellung im Povelturm

"NINO 1999. Impressionen einer Industriebrache. Fotos von Albert Hackmann"

19. August - 25. November 2018

Mit einer Ballonfahrt fing alles an: 1999 gewann Albert Hackmann den zweiten Platz in einem Fotowettbewerb - der Preis eine Fahrt mit dem Heißluftballon über Nordhorn. Was aus der Luft interessant aussah, wurde am Boden zu einer Entdeckungsreise durch die Industriebrache des NINO-Geländes. 1996 war der Betrieb bei NINO endgültig eingestellt worden; das Gelände 1999 verlassen.

Albert Hackmann fotografierte mehr als 200 Bilder auf dem Areal, von denen das Stadtmuseum Nordhorn in seiner neuen Ausstellung im Povelturm bis zum 25. November eine Auswahl von 70 Motiven zeigt.

Die Bilder zeigen ein verlassenes Gelände mitten im Verfall: der abgebrochene Schornstein, die verlassenen Holzstühle, die stillgelegten Schienen der Werkseisenbahn. Die Überreste des einstigen Textil-Großbetriebs wirken wie im Dornröschenschlaf. Hackmanns Bilder - allesamt in Farbe fotografiert - strahlen eine freundliche Stille aus; die Natur erobert sich das Gelände bereits zurück. Der Hochbau steht brettervernagelt und abweisend in einer Regenpfütze gespiegelt auf dem Kopf. Am Tor 1 erklären knallrote Schilder den Ausverkauf, während die untergehende Abendsonne dem ikonischen NINO-Schriftzug noch ein wenig Glanz verleiht.

Heute steht der NINO-Hochbau als denkmalgeschütztes Wahrzeichen für den erfolgreichen Strukturwandel Nordhorns. Diesen Weg konnte 1999 noch niemand tatsächlich voraussagen. Der fotografische Blick von Albert Hackmann ahnt es aber bereits, was in den nachfolgenden Jahrzehnten Gestalt annehmen sollte. So stehen die Bilder auch für die jüngere Zeitgeschichte Nordhorns und den Wandel der Stadt.

Die Ausstellung ist geöffnet Samstag & Sonntag von 14 - 18 Uhr, sowie zu den Öffnungszeiten des Museumscafés "Hoch5". Eintritt ist frei.