Begleitprogramm zur Ausstellung "Angebandelt. Ein Date mit der Schürze" im NINO-Hochbau

 

Vom Biber Kasimir, der sich eine Schürze näht.

Vorlesenachmittag in den Herbstferien

Dienstag, 10. Oktober, 15 Uhr

Eintritt: 1 Euro für Groß und Klein.

 

Öffentliche Führungen

Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr

Sonntag, 5. November, 11 Uhr

Eintritt: 5 Euro/erm. 3 Euro

Sonderausstellungen


"Angebandelt. Ein Date mit der Schürze"

im NINO-Hochbau, 1.OG, links

Noch bis zum 5. November

Schürzen – veraltet, hoffnungslos altbacken und überhaupt nicht mehr modern? Mitnichten! Schürzen werden immer noch zu vielen Anlässen getragen: im Garten, beim Kochen, auf Volksfesten oder in bestimmten Berufen; ob selbstgenäht, humorvoll bedruckt oder sachlich schlicht und praktisch. Schürzen sind immer noch allgegenwärtig – für ältere wie jüngere Frauen, Männer wie Kinder. Über den praktischen Zweck hinweg, nehmen sie für ihre Besitzer oft eine ganz persönliche Bedeutung ein: Sie sind Zeichen von Prestige, Teil der Berufskleidung, dienen als Zierde oder Teil von Brauchtum. Mit dem Trend des Selbernähens sind auch die Schürzen wieder groß in Mode gekommen.

Für die Nordhorner Industriegeschichte ist die Bedeutung der Schürze eine überaus große: Mit der Massenproduktion des ‚Waterstoffs‘ – einem besonders robusten, für Schürzen sehr beliebtem Baumwollstoff des 19. Jahrhunderts – gab die Textilfabrik Povel den entscheidenden Anstoß zur hochindustriellen Massenproduktion der Textilindustrie in Nordhorn. ‚Waterstoffe‘ waren sehr gefragt: Man nähte Kleidung noch selbst; das Reinigen war zeitaufwändig und arbeitsintensiv. Dass die Bedeutung der Schürze über Arbeit und Alltag hinausreich, in welchen Formen Schürzen getragen wurden und bis heute getragen werden, zeigt die neue Sonderausstellung „Angebandelt. Ein Date mit der Schürze“ vom 20. August bis zum 5. November im Stadtmuseum Nordhorn im NINO-Hochbau.

Die Ausstellung wurde vom Stadtmuseum Deggendorf, dem Textilmuseum Neumünster und Studierenden des Lehrstuhls für Vergleichende Kulturwissenschaften an der Universität Regensburg in Kooperation erarbeitet. In Nordhorn wird sie ergänzt um die Geschichte der Waterschürzen, und sie spannt den Bogen bis zur Schürze aus der Grafschafter Textilindustrie heute als Teil moderner Berufsbekleidung des 21. Jahrhunderts.

 

 

 

Sonderausstellung im Povelturm

"Foto Heekeren. Nordhorner Bilder 1927 - 1997"

Noch bis zum 19. Oktober


Fast sieben Jahrzehnte begleitete das Fotostudio Heekeren das Leben der Nordhorner. Heinrich und der Sohn Paul Heekeren fotografierten im eigenen Studio oder zu besonderen Anlässen für viele und ganz unterschiedliche Kunden: Es entstand eine mehrere tausend Fotografien umfassende Bildersammlung, in der sich zum Beispiel zahlreiche Familienbilder, Hochzeitsfeiern, Schützenfeste, Bauvorhaben und Neubauten oder Inneneinrichtung von Geschäften befinden. Das damals neu gebaute Hallenbad fotografierten die beiden Fotografen Mitte der 1950er Jahre ebenso wie Schaufensterauslagen zu Weihnachten in der Hauptstraße. Eine Auswahl aus den Nordhorner Bildern von 1929 bis 1997 zeigt das Stadtmuseum Nordhorn im Povelturm noch bis zum 19. Oktober.