Eine neue Zukunft für den
NINO-Spinnereihochbau

Im Zuge der Sanierung und Neuentwicklung des gesamten ehemaligen NINO-Fabrikgeländes konnte der denkmalgeschützte NINO-Spinnereihochbau erhalten und einer neuen Nutzung als „NINO-Hochbau / Kompetenzzentrum Wirtschaft“ zugeführt werden. Die von der Stadt Nordhorn und dem Landkreis Grafschaft Bentheim als Sanierungsträger gegründete NINO-SEG (Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft) und eine Nordhorner Investorengruppe, die NINO-Hochbau GmbH & Co.KG, begannen im März 2009 mit einem „1. Hammerschlag“ den Umbau. Die mit einem Finanzaufwand von mittlerweile 26 Millionen Euro betriebene Umgestaltung zu einem „Kompetenzzentrum Wirtschaft“ erfolgte nach Plänen des Münsteraner Architekturbüros Rainer Kresing. Die öffentliche Hand beteiligte sich aus verschiedenen Fördertöpfen mit rund 6 Millionen Euro an diesem Projekt. Offiziell eröffnet wurde der „neue“ NINO-Hochbau / Kompetenzzentrum Wirtschaft im November 2010. Mittlerweile sind die rund 10.000qm umfassenden Räumlichkeiten im NINO-Hochbau komplett vermietet.

Die Grundidee: Im Kompetenzzentrum Wirtschaft sollen wirtschaftsnahe Dienstleistungen mit überregionalem Nutzen für den Wirtschaftsstandort Nordhorn / Grafschaft Bentheim konzentriert und entwickelt werden. Damit stellt der NINO-Hochbau für Stadt und Landkreis eine augenfällige Verbindung von textiler Vergangenheit und –hoffentlich – prosperierender Zukunft dar. Der Umbau des NINO-Hochbaus ist ein Meilenstein der Stadtentwicklung. Die neue Nutzung des Industriedenkmals ist ein erster Schritt bei der Entwicklung des gesamten ehemaligen NINO-Fabrikgeländes in Richtung auf eine einmalige Verbindung von Wirtschafts-, Bildungs- und Kultureinrichtungen.



Das Stadtmuseum im NINO-Hochbau / Kompetenzzentrum Wirtschaft
Nicht nur die Wirtschaft der Region, sondern auch ihre (Textil-) Kultur und (Textil-) Geschichte finden ihren Ort im einstigen NINO-Spinnereihochbau. Mit Mitteln der Stadt Nordhorn konnte das Stadtmuseum im 1. Obergeschoss des Hochbaus eine Fläche von 1.400 Quadratmetern anmieten. Hier zeigt das Stadtmuseum mittlerweile seine jüngste und damit dritte Dauerausstellung „Menschen, Mode und Maschinen. Textilkultur und Textilgeschichte aus Nordhorn“.

Für das Stadtmuseum begann die Arbeit an diesem Ausstellungsprojekt bereits im Frühjahr 2009. Seit März 2010 begleitete die Nordhorner Lokalzeitung „Grafschafter Nachrichten“ die Vorbereitung der Ausstellung mit einer Zeitungsserie unter dem Stichwort „Museum im Aufbau“. Die Serienartikel und weitere aktuelle Presseartikel zur Arbeit des Stadtmuseums Nordhorn finden Sie im Internet unter www.gn-online.de .

Eröffnet wurde die Ausstellung am Freitag, den 8. April 2011 durch die Niedersächsische Landesministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka. Die mit einem Kostenaufwand von rund 500.000 € eingerichtete Ausstellung wurde unter anderem durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Grafschafter Sparkassenstiftung, die Stiftung Niedersachsen, das Land Niedersachsen, den Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stadt Nordhorn und einer größeren Gruppe von Sponsoren aus der Grafschafter Wirtschaft gefördert.

Ziel der Ausstellung ist, dem Besucher ein Panoramabild bundesdeutscher Textilindustrie und bundesdeutschen Modeschaffens am Beispiel des einstigen Textilzentrums Nordhorn zu vermitteln.



Flyer zur Ausstellung
als PDF-Datei (700 kB)