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Eine Zeitreise durch die Stadtgeschichte
Im Povelturm möchten wir Sie entführen auf eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Nordhorner Stadtgeschichte zwischen 1889 und 2001. Unsere Stichworte: „Nordhorn: Grenzstadt – Textilstadt – Wasserstadt“.
Mit der Aufnahme der Massenproduktion von Schürzenstoffen, den „Nordhorner Waterschürzen“ begann 1889 der rasante Aufstieg des kleinen Grenzstädtchens Nordhorn mit seinen gerade einmal 3.000 Einwohnern zu einem der bedeutendsten Zentren der deutschen Textilindustrie. Ein Aufstieg, der Nordhorn in den 1920er Jahren als ein „Klein-Amerika“ erscheinen ließ.
Bis weit in die 1970er Jahre hinein boomte die Textilindustrie mit ihren Großunternehmen NINO, Povel und Rawe und krempelte das gesamte soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt um. Um 1960 arbeiteten 12.000 Menschen in der Nordhorner Textilindustrie, die Einwohnerzahl stieg auf über 50.000 Menschen an. Nordhorn wurde zum Mittelpunkt der Grafschaft Bentheim.

Im Zuge der Globalisierung erlebte die Stadt seit 1975 einen dramatischen Strukturwandel. Der Baumwollfaden riss – zwischen 1979 und 2001 stellten alle drei Textilfabriken ihre Produktion ein. Heute sucht Nordhorn eine neue Zukunft und knüpft dabei an ein weiteres historisches Erbe an: Die jahrhundertealte Tradition der „Wasserstadt Nordhorn“ wird neu belebt.
Nordhorn und die ‚große weite Welt’
Im Povelturm finden Sie eine Vielzahl von Fotografien, DVD-Filmstationen, Gemälde, Ansichtskarten, Plakate aller Art, Modelle von Kanalschiffen und Fabrikanlagen und nicht zuletzt Original-Jukeboxen mit zeitgenössischer Musik aus den 1950er bis 1970er Jahren. Ob in den Erzählungen aus den „Goldenen 20er Jahren“, der Zeit des Nationalsozialismus, dem „Wirtschaftswunderland“ der 50er oder der fortschrittsgläubigen Moderne der 60er und 70er Jahre – erfahren Sie Nordhorn als einen „Mikrokosmos“ bundesdeutscher Geschichte.

Wir versprechen eine anregende Zeitreise –
Sie sind herzlich eingeladen.
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